Sebastian Ugovsky-Strassburger
... ist ein Roman- , Drehbuch- , Theater- und Lyrik Autor, Dramatiker, Essayist, Theater- und Film Regisseur, mit internationalen Auszeichnungen premierter Komponist, Musikproduzent, sowie daraus resultierender Arbeit als Kameramann und Dirigent mit namhaften Arbeitsstationen in Paris, London, Neapel, Berlin, New York, Los Angeles und vielen anderen Orten der Welt. Er ist der Sohn der bekannten deutschen Theater- und Filmschauspielerin Karin Ugowski und des kürzlich verstorbenen Theater- und Filmregisseurs Helmut Straßburger (Oberspielleiter an der Berliner Volksbühne).
Während sein primäres Schaffensgebiet das Schreiben von philosophischen Texten, Romanen und Theaterstücken ist, inszenierte er bereits früh eigene Filmwerke und Theaterstücke und beriet und förderte darüber hinaus auch andere Künstler, um unabhängige und relevante Theater- und Filmkunst weltweit zu unterstützen. Sein erstes Theaterstück, welches er im jungen Alter von 14 Jahren schrieb, und welches, als er noch nicht einmal 15 Jahre alt war, zu seiner Überraschung ins Französische übersetzt und in den Banlieues von Paris als sozialkritische Off-Produktion uraufgeführt wurde, zeigt schon früh die für ihn so typische sozialkritische und philosophische Signatur. Seine Themen bewegen sich meist unterschwellig viel um die Hoffnung auf friedliche Koexistenz, die tragische Ambivalenz unbewusster humaner Widersprüche und des menschlichen Moralkompasses und das Leid was Menschen anderen Menschen hinzufügen. Aber vor allem um die Akzeptanz der Endlichkeit des Lebens, und um die oft nicht so offensichtlichen Ungerechtigkeiten, die nicht selten sogar im Namen irgendeiner Gerechtigkeit passieren. "Die Matrix in der wir glauben das Meiste richtig zu machen und es dabei nicht hinreichend schaffen zu hinterfragen." (Zitat)
Bekannt für seine kritische Haltung gegenüber Karrierismus sowie gegenüber dem allgegenwärtigen Konzept von Erfolg und Ruhm und seine damit einhergehende Ablehnung von Personenkult im Kulturbetrieb, verweigerte oder boykottierte er auf Grund dessen mehrfach erfolgsorientierte Zusammenarbeiten und viele seiner Kunstwerke blieben unsigniert, unbekannt oder wurden unter nicht zuordbaren Pseudonymen veröffentlicht. - „Ein Künstler ist nicht automatisch wertvoll oder gut, nur weil die Kunstfigur berühmt ist, und sollte nicht aus Gründen der Selbstdarstellung, Selbstbewahrung und Selbstverwirklichung relevant sein und schon gar nicht um Applaus zu erhalten, sondern vielmehr, um die Zivilisation zu inspirieren und die Menschheit voranzubringen; im besten Falle oder weniger korrumpierbar zumindest, wenn seine Arbeit nicht einmal unter seinem Künstlernamen bekannt ist.“ (~ Zitat aus einem Interview von 1996)
(Selbst unsere Bemühungen als Künstlerbüro diese lebenslauf-technischen Informationen hier öffentlich zur Verfügung zu stellen, geschahen anfänglich unter großem Widerwillen seinerseits. ~ un poco artist office)
Mehrere offene Gespräche und Angebote möglicher Aufgaben im Rahmen von Lehrstühlen an Hochschulen oder im Rahmen von Intendanzen oder künstlerischen Leitungen, wodurch er in die Fußstapfen seines Vaters treten würde, wie zum Beispiel für Theater oder Fernsehsender-Sparten im Ausland lehnte er bisher mehrfach ab mit der Begründung, dass »solange die leitende Arbeit im Kultursektor primär als Sprachrohr einer Politik kultureller Einsparungen und Sippenwirtschaft verstanden würde, sein Status als 'Enfant terrible' mit unkonventionellen Ideen zur Rettung kultureller Sparten, was gleichbedeutend ist mit der Rettung der Menschheit, wenig ausrichten könne. Lösungsorientiert hieße für ihn nicht Menschen zu opfern, sondern wirkliche Lösungen für und mit Menschen zu finden. (Über den schleichenden Niedergang der Musikindustrie sei er nicht groß verwundert, denn da ging es nie um Menschen und hohe Kunst.) Und da er nicht karriere-orientiert sei, sehe er keine Chance auf eine innere Übereinstimmung mit sich darüber zum Beispiel hunderte von Menschen zu entlassen, nur um angeblich eine Sparte zu retten und/oder einen Posten bekleiden zu können, der dann wenig mit der Rettung als denn eher einer Massakrierung der Kultursparte gleichkäme. Arbeit im Kunst & Kultursektor ginge nur mit engagierten mutigen Menschen die keine Angst haben müssen ihre Arbeit zu verlieren. Es ist eine Berufung, kein Beruf.«
Seine Arbeiten als Theater und Filmregisseur kann einer neuen Generation des unabhängigen Autorenfilms zugeordnet werden, die sich ganz bewusst dem heutigen Trend der Massenproduktion und den Mechanismen einer Entertainment-Industrie widersetzt und Theater und Film als eigene Kunstform aufrecht erhält.
Die Zertifizierung eines Absoluten Gehörs im Alter von 4 Jahren führte zu einer klassischen Musikausbildung in einem außergewöhnlichen außerschulischen Programm für Hochbegabte, wodurch er schon in jungen Jahren fast beiläufig zu einem virtuosen Multi-Instrumentalisten wurde. Dies führte im Laufe seiner primären Schaffensphasen als Autor dazu, dass er als Komponist die Musik für seine eigenen Theater- und Filmwerke und darüber hinaus auch zu weltweiten Hollywood-Blockbuster-Filmmusiken beitrug und als Dirigent und Komponist für viele andere Künstler zur Seite stand. Seine Jazz-, Orchester- und Chorkompositionen fanden im Laufe der Jahrzehnte Eingang in viele verschiedene Produktionen auf der ganzen Welt.
Auch in der Jazz/Funk/Soul Szene der 1990er machte er sich einen Namen. Seine Arbeit als Komponist und Musikproduzent, von Klassik über Jazz bis zu genreübergreifender Experimentalmusik und sogar Ausflüge in die Rap-Szene als Produzent, hat nicht nur Einfluss auf seine eigenen Theater- und Filmprojekte genommen. Das von ihm gegründete Musiklabel und Recording Studio "REQQORD music" (ehemals "Slo'Jam") verzeichnet weltweite Hits und seine Kompositionen und Produktionen sind mit verschiedenen internationalen Auszeichnungen beehrt und unter anderen in international erfolgreichen und preisgekrönten Hollywood-Filmen zu hören. Seine Orchester und Chorwerke sind oft sehr massive, atmospherische und zuweilen auch experimentelle jedoch mit konservativen Zügen komponierte Erzählungen. Er lässt es sich auch nicht nehmen seine eigenen Orchesterkompositionen für die klassischen Orchesterproben und Studio-Aufnahmen selbst zu dirigieren, wenn es die Zeit erlaubt.
Zitate
"Widersprüche aushalten und verstehen zu können ohne sie zu ignorieren sowie dem Beobachten und Zuhören eine grössere Bedeutung beizumessen als dem Repräsentieren eigener Schlüsse, ist die Grundvoraussetzung für das erweiterte Lernen und Verstehen."
"Wir entwickeln uns nicht nur im wirtschaftlichen Sinne zurück zu einer 2-Klassen-Gesellschaft. Sondern auch im Geistigen. Wenig erscheint mir resistenter als das akademische Wiederkäuen etablierter Thesen eines gehobenen "Bücher-Regal-Bildungsbürgertums" auf der einen Seite, weil es in seiner Natur nicht in der Lage ist über den eigenen Tellerhand zu schauen. Sowie provozierendes und sinnloses Aufbegehren des Pöbels gegen alles und jeden, auf der anderen. Ohne sich um Folgen für Unbeteiligte oder den eventuellen Konsequenzen Andere dabei zu verletzen Sorge zu tragen. Nur um Frust loszuwerden und Aggressionen abzubauen. Es erweckt den Eindruck, als gäbe es heute nichts mehr dazwischen. Oder darüber hinaus..."